Maria und die Nasen


(Anmerkung: Diese Maria ist eine rein fiktive Person. Wer sich in ihr wiederzuerkennen glaubt, ist selber schuld.)

Wie die Nase eines Mannes,
sagt man, so auch sein Johannes.

Daran glaubt Maria fest!
Und so macht sie stets den Test,
Eh 'nen Mann ins Herz sie lasse,
Wie sich seine Nas’ anfasse.
Ist sie denn auch groß genug,
Dem Gesicht ein rechter Bug?
Oder ist sie mickrig klein?
Dann lässt sie es sofort sein.
Denn wer in Marias Bett
Will, muss mehr sein als nur nett.
Nein, Maria ist nicht dumm.
Schaut auch, ob die Nase krumm
Oder schön gerade ist,
Fest und kräftig – wenn er niest
Müssen schon die Wände beben.
So will sie’s im Bett erleben!

Ach, der Depardieu Gérard,
Der wär’ recht nach ihrer Art...
Das ist mal ein Riechorgan!
So wünscht sie sich ihren Mann!
Doch der ist in weiter Ferne,
Unerreichbar wie die Sterne.
Sie muss sich an die Nachbarn halten.
Doch sie sieht, in dieser kalten
Jahreszeit, zwar viele nasse
Nasen, aber keine Klasse.
Klein und fein, scheint die Devise,
Doch das macht Maria miese
Laun. Wo ist ihr Cyrano?
Wo ihr Hengst, ihr Stier, sagt, wo?
Tag und Nacht sucht sie wie wild,
Doch keine Nase passt ins Bild.

Und so ist sie, ach, wie gräulich,
Heute noch komplett jungfräulich.


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