Das Glas Wasser #7 – das Märchen vom Glas Wasser


Es war einmal, fängt das Märchen vom Glas Wasser an. Es war einmal ein kleiner Junge namens Fritz. Somit hätte das Mädchen auch schon einen Helden. Gut, fahren wir fort: Dieser kleine Junge, namens Fritz, lebte mit seiner Familie in einer armen Hütte. Wie sich das für ein Märchen gehört, eine arme Familie, zu der unser Held gehört. Die Familie war so arm, dass sie ihr Trinkwasser aus dem Fluß, der drei Stunden weit weg ist, holen mußten. Bisher ist ja in diesem Märchen noch nicht viel passiert, doch jetzt beginnt es!

Eines Tages trocknete der Fluß aus, und sie hatten fast gar kein Wasser mehr, bis auf ein Glas. Ah, endlich passiert etwas. Sollte das Märchen am Ende etwa doch nicht langweilig sein?

An diesem Abend klopfte es an der Tür. Ein junges Mädchen, ungefähr so alt wie der Junge, stand vor der Tür. Na super, wird aus dem Märchen vielleicht eine Love-Story? Das Mädchen fragt ihn, ob... Nein, sie fragt ihn nicht, ob sie heiraten wollten, denn dann hieße das Märchen ja nicht das Märchen vom Glas Wasser. Was wird sie ihn wohl fragen? Richtig, sie fragte ihn, ob er ein Glas Wasser für sie hätte. Sie hätte seit Tagen nichts mehr getrunken. Der Junge wollte ihr grade das Glas Wasser bringen, als seine böse Stiefmutter, im Märchen muss es schließlich eine böse Stiefmutter geben, auftauchte. Sie nahm ihm das Glas Wasser weg und sperrte ihn und das Mädchen in ihren tiefen, dunklen Keller.

Oh je, unsere Helden in einem tiefen, dunklen Keller, eingesperrt ohne Essen und ohne Trinken. Ob sie sich aus dieser Lage wohl werden befreien können?

Aber natürlich können sie sich befreien, denn sonst wäre es ja kein Märchen, oder? Als die böse Stiefmutter nach ihnen sehen will, schubsen der Junge und das Mädchen die böse Stiefmutter in den Keller und schließen die Tür ab. Na klar, es musste ja so kommen, das die böse Stiefmutter in ihrem eigenen Keller eingesperrt wird, denn böse Stiefmütter verlieren ja immer!

Doch nun hatten die beiden ein weiteres Problem, denn die böse Stiefmutter hatte das Glas Wasser versteckt. Oh nein! Sollte es vielleicht doch kein Happy End geben? Aber nein, auch dieses Problem konnte der Junge überwinden. Da der Junge alle Verstecke der böse Stiefmutter kannte, war es kein Problem für ihn, das Glas Wasser zu finden. Sie tranken es aus und das Mädchen erzählte dem Jungen, dass sie in Wirklichkeit die Prinzessin ist. Wer hätte das geahnt, in dieser Geschichte taucht noch eine Prinzessin auf. Das ist ja wie im Märchen. Und daher jetzt noch der Schlußsatz: Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende (zwei Monate später, denn die Stiefmutter hatte das Wasser vergiftet!


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Genres:
* Prosa * Märchen *


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