Das Glas Wasser #8 - das Glas Wasser des Grauens


Nina ist auf dem Weg in die Küche. Sie will sich ein Glas Wasser holen. Plötzlich wird es dunkel, weil das Licht ausfällt. Sie ist überrascht. Schon lange ist der Strom nicht mehr ausgefallen. Na egal, denkt sie sich, ich kenne den Weg zur Küche auch blind. Obwohl, so ein bischen unheimlich ist es schon, so im Dunkeln durch das Haus zu laufen.

Irgendetwas knackt, sie ist auf etwas zerbrechliches getreten. Eigentlich merkwürdig, normalerweise liegt nicht zerbrechliches im Flur. Sie bückt sich, um zu ertasten,w as es war, findet aber nichts. Und das obwohl sie es deutlich unter ihrem Fuß gemerkt und knacken gehört hat.

Wenn das nun irgendwas lebendiges war, dem sie die Knochen gebrochen hat? Nein, in ihrem FLur lebt nichts das so groß ist, wie das, worauf sie getreten ist. Wahrscheinlich, denkt sie sich, lese ich einfach nur zu viele Horrorbücher, dass ich mir jetzt schon Tiere im Flur einbilde.

Langsam tastet sie sich weiter, jeden Schritt zweimal überprüfend, ob sie nicht wieder auf etwas tritt. Als sie die Küche erreicht, glaubt sie Stimmen zu hören. Sie bleibt stehen und lauscht, doch die Stimmen sind weg. Sie geht weiter zum Schrank und holt ein Glas aus dem oberen Fach und stellt es unter den Wasserhahn. Als sie das Wasser aufdrehen will, hört sie wieder die Stimmen. Sie scheinen zu rufen, bitten um Freilassung für den großen Kampf.

Das kann nicht sein, denkt Nina sich, das muß eine Halluzination sein. Sie dreht das Wasser auf, macht das Glas voll und dreht das Wasser wieder ab. Das Wasser glitzert im schwachen Mondlicht, das durch das Fenster hereinfällt.

Das Wasser schwankt, die Oberflächt kräuselt sich und beginnt, hin und her zu schwappen. Nina traut ihren Augen nicht. Die Wellen werden immer größer und höher, erreicht den oberen Rand des Glases, doch wie durch ein Wunder schwappt nichts über. Das Wasser wird zu eine wirbelnden, glitzernden Säule, die immer höher aus dem Glas emporwächst. Immer unheimlicher kommt es Nina vor, sie hat Angst, doch sie zweifelt auch, ob das alles wirklich passiert.

Sie hält ihre Hand über das Wasserglas. Lass das! Das tut mir weh, sagt eine deutliche Stimme in ihrem Kopf. Erschrocken zieht Nina ihre Hand zurück. Die Säule wird nun nicht nur immer höher, sonder auch breiter. Es kommt Nina komisch vor, noch nie hat sie etwas von einer wachsenden Wassersäule in einem Glas gehört, und das, obwohl sie schon so viele Horrorbücher gelesen hat. Nina weicht ein paar Schritte vor ser Säule zurück und tritt wieder auf etwas kanckendes. Es ist überall, bei jedem Schritt bohrt es sich schmerzhaft durch ihre Schuhsolen durch.

Die Wassersäule ist mittlerweile oben so breit geworden, daß sie fast zus chweben scheint, fast wie eine Wolke aus flüssigem Wasser. Und sie breitet sich noch weiter aus. Auch dsa am Boden breitet sich aus. Nina erkennt eine dunkle Masse, etwasunbekanntes, das den Boden bedeckt.

Nina merkt ihre Füße nicht mehr, sie scheinen einfach weg zu sein, Die Wolke berührt an einer Stelle die Masse auf dem Boden. Es beginnt grell zu leuten und zu blitzen. Die Wolke beginnt, Nina zu umschließen, sie verliert das Gefühl für ihren Körper. Ihr Geist und ihre Verstand werden von der Wolke und der AMsse auf dem Boden aufgesogen. Immer mehr verliert sie ihre eigene Persönlichkeit und wir zu den kämpfenden Wesen. Und die wollen einfach nur töten.


hoch

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Genres:
* Prosa * Fantasy * Horror *


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