Piratenabenteuer

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1.

Regen prasselt auf das Deck des Schiffes. Der Sturm peitscht die Wolken auf und überspült so regelmäßig die alten, rissigen Planken des Dreimasters.

Einsam steht der Steuermann am Ruder. Zwei Männer mit wettergegerbten Gesichtern mühen sich auf dem Vorderschiff, ein abgerissenes Segel wieder einzufangen. Die übrigen Männer sind alle unter Deck und bedienen die Pumpen. Ein Felsen, der im Dunkeln und im Sturm nicht zu sehen war, hat ein Loch in den Rumpf gerissen. Ein kleines nur, aber doch so groß, daß man es bei diesem Wetter weder abdichten noch ignorieren kann. Und so sind alle verfügbaren Helfer mit Wasserschöpfen beschäftigt.

Der Kapitän und sein ersten Offizier sind in dem vorangegangenen Kampf getötet worden, fünf Matrosen hat es ebenfalls erwischt. Und dann der plötzliche Sturm, der innerhalb von wenigen Minuten aufgezogen ist.

Verglichen mit dem britischen Kanonenboot hatte die Marie-Antoinette noch Glück, nur einen Felsen zu streifen und dann aufs offene Meer getrieben zu werden. Das Schiff ihrer Gegner wurde vom Wind gegen die Klippen geschleudert.

Jetzt treibt der Sturm den Dreimaster vor sich her durch den nördlichen Pazifik, spielt mit dem großen Schiff, als wäre es eine Nußschale, während die verbliebenen Freibeuter um ihr Leben kämpfen.

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* Prosa * Abenteuer * Historisches *


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