Warten auf den Frühling

Überall hat es geschneit. Das weiße Kleid hat alles überzogen. In den Straßen sieht man die ersten Spuren im Schnee, der so wunderbar unter den Stiefeln knirscht. Durch die klare, kalte Luft kann man seinen eigenen Atem sehen. Ich gehe bedächtig, genieße jedes Detail. Die verschneiten Dächer, auf denen schmauchende Schornsteine stehen, die Zweige, die sich nun biegen vor Schnee.

Da sitzt er!

Keinen Laut von sich gebend, aufgeplustert bis zur letzten Feder. Schläft er? Hoffentlich ist er nicht erfroren, jeden Moment könnte er herunterfallen, so starr ist er. Man möchte ihn einkleiden, dicke Socken, eine Mütze und einen Schal!

Aber er, er ist hart im Nehmen, Winter für Winter hält er aus. Macht es sich warm, indem er von Sommertagen träumt.

Noch ist es lange nicht soweit, aber auf den Frühling ist Verlass.

So harrt er aus. Stunde für Stunde,

Tag für Tag.

Der kleine Spatz.

hoch

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Genres:
* Prosa *


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