Habibi

Er flirtet gern, denn er weiß, dass er gut aussieht mit seinen schwarzen Locken und den nussbraunen, leuchtenden Augen. Man muss doch das Leben genießen, solange man kann! Und die Liebe ist so süß! Einmal gekostet, möchte man mehr und mehr davon.


Er lässt es darauf ankommen, manchmal ist es nur ein Augenkontakt, manchmal aber auch eine leichte, belanglose Affäre. Blond liebt er. Es bildet einen so schönen Gegensatz zu ihm. Wie Milch und Schokolade in einem. Für einen kurzen, aber intensiven Moment liebt er sie alle.


Lange halten tut ein Techtelmechtel allerdings nie. Er geht niemals in die Tiefe. Warum sollte er auch? Er ist schließlich bereits versprochen. Einer jungen Frau versprochen, die er nur einmal auf einem Foto gesehen hatte. Das Arrangement wurde zwischen den beiden Eltern bereits geschlossen, da war er noch sehr klein. Aischa heißt sie und lebt im Moment noch in der Türkei, bei seinem Onkel. Er wird eine religiöse, konservative Ehe führen, so wie seine Eltern. Viele Kinder wird Aischa ihm schenken, so wie er aufgewachsen ist, so soll es sein.


Aber das tut ja nichts zur Sache. Man kann doch jetzt schon seine Erfahrungen sammeln. Dann ist man in der Ehe auch nicht so unbedarft. Und die Liebe? Na ja, die kommt dann schon, irgendwie.

Außerdem heiratet er ja erst in 2 Jahren. Noch ist Zeit. Noch ist das Leben leicht, noch kann er fliegen. Und das tut er, von einer Blüte zur nächsten.

hoch

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Genres:
* Prosa *


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