Weiße Haut


Hans, deine weiße Haut sie ist fahl.
Doch deine Lenden zünden noch.
Wie Jugend hinter milchigem Glas.
Du säßest gern auf einem grünen Zweig fern der Heimat.
Stattdessen sitzt du bei mir.
"Paula!", sagst du zu mir Hans.
Dabei wendest du den Blick nie ab
von der Küchenuhr meiner kleinen Wohnung,
unterhaltsam sei es wieder gewesen mit mir.
Nun ist es an der Zeit den Telegraphenmast
zum Schwingen zu bringen.
Aus deinen Falten spricht die Weisheit.
Dann rufst du sie an, um dich dafür zu entschuldigen.
Länger habe es wieder gedauert im Büro.
Ein breites Lächeln zeichnet sich auf deinem Gesicht
und dein leuchtender Blick trifft meine Augen selbstgewiss,
als du den Hörer noch fester umklammerst, um zu sagen:
"Wieder einer dieser Geschäftspartner von der Insel,
welcher den Linksverkehr gewohnt sei
und mich gebeten hat ihn nach Hause zu bringen!"
Hans deine weiße Haut, sie ist fahl, auch jetzt noch,
als Du sie anlügst und mir dabei zulächelst.


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Genres:
* Poesie * Liebe *


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