Der verfluchte Räuberschatz

Es war einmal eine grausame Räuberbande, die plündernd und mordend das ganze Land in Angst und Schrecken versetzte. Angeführt wurden sie von einem Hauptmann, der der Grausamste und Blutrünstigste von Allen war. Die Räuber fürchteten weder Tod noch Teufel, weder Gott noch Gesetz, weder Feind noch Frauen. Und mit den Jahren hatten sie einen gewaltigen Schatz zusammengeraubt. Sie lebten gut versteckt inmitten des riesigen, dunklen Teutoburger Waldes.

Eines finsteren Tages verschworen sich die Räuber gegen ihren Hauptmann. „Warum behält er alles Gold?“, sagten sie, und „Warum bekommen wir so wenig?“, sagten andere und „Warum bestimmt immer er?“, fragten wieder andere. Und so kam es, dass sie ihrem Hauptmann am Eingang der Räuberhöhle auflauerten und ihn hinterrücks ermordeten. So grausam und stark er auch war, ihrer Übermacht konnte er sich nicht erwehren. Im Sterben verfluchte er sich mit seinem letzten Atemzug: „Verflucht seid ihr, die ihr meinen Schatz wollt! Verflucht, ihn auf ewig zu bewachen. Jeder, der nach ihm giert, soll das mit seinem Leben bezahlen. Doch die Erlösung des Todes gönne ich ihm nicht. Auch er soll an den Schatz gebunden sein!“

Und so erzählt man sich bis heute, dass in den Tiefen des Teutoburger Waldes die Geister jener Räuber umgehen, die den Schatz noch immer bewachen...

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Im Rahmen des Autorenclub haben wir zusammen ein Horrorhörspiel geschrieben und sind momentan mit den Aufnahmen beschäftigt. Den Text des Hörspiels findet ihr hier.